Lehrer des Staatlichen Berufschulzentrum des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt
 bei der Firma Klumpp zu Besuch

05.März 2019

 Austausch

Lehrer des Staatlichen Berufschulzentrum des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt bei der Firma Klumpp Präzision in Pößneck zu Besuch. Text und Fotos: Theresa Wahl

Pößneck:
Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis, die kürzlich bei der Firma Klumpp Präzisionswerk in Pößneck stattfand. Denn zu einer Stippvisite waren acht Berufschullehrer des Schulteils Unterwellenborn des Staatlichen Berufsschulzentrums des Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gekommen, um sich näher über den Betrieb zu informieren. Bei Klumpp lernen seit August des vergangenen Jahres vier Lehrlinge den Beruf des Anlagen- und Maschienenführers. Während ihrer Theoriephasen drücken die drei jungen Männer und eine weibliche Auszubildende die Schulbank in Unterwellenborn und werden dort mit dem Wissen versorgt, das Sie für ihre praktische Tätigkeit im Unternehmen benötigen.

Enger Kontakt wird gepflegt
Um zu wissen, wo Ihre Schüler eigentlich ihr Handwerk lernen, schauen die Berufschullehrer aus Unterwellenborn in den Ausbildungsunternehmen ihrer Schützlinge vorbei. "Wir versuchen zweimal im Jahr, Betriebe in Ostthüringen in denen unsere Schüler lernen, zu besuchen. Wir pflegen einen engen Kontakt zu den Ausbildungsfirmen", sagte Bernd Geiß, der der Klassenlehrer der vier Klumpp Auszubildenden ist und Fachunterricht Metall an der Berufsschule in Unterwellenborn gibt. Das Gebiet, in dem die Betriebe der Berufsschüler ansässig seien, reiche von Triptis bis Königssee. Sie sollen alle nach und nach besichtigt werden. "Der Vorteil eines solchen Besuches ist, dass man sich auch kennenlernt und dann auch weiß, mit wem man spricht, wenn man anruft", wusste Sina Radloff, Abteilungsleiterin Technik und Fachlehrerin für Metalltechnik.
Doch nicht nur das persönliche Kennenlernen spielt bei dem Treffen eine Rolle, sondern es wurden auch gleichzeitig die Möglichkeit genutzt, sich über verschiedene Themen auszutauschen. Und so musste Matthias Schroth, Ausbildungsleiter bei Klumpp, nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens, die unterschiedlichsten Fragen beantworten.
Wie man auf den Standort gekommen sei, wie viele Teile am Tag produziert werden und wie viele Maschinen ein Mitarbeiter bedient, woher die Firma ihr Material erhält, waren nur einige Dinge, die die Berufschullehrer wissen wollten.
Dass die vermittelte Theorie im Unterricht nicht immer mit der Praxis einhergeht, zählt ebenfalls zu einer Erkenntnis des Besuches. Denn Matthias Schroth verkündete: " In jeder Maschine gibt es nur eine Drehzahl, damit fertigen alle Werkzeuge."

Eine Aussage, die großes Interesse hervorrief, vermitteln die Lehrer in der Schule doch etwas anderes. Im Unterricht müssen die Schüler anhand von Werttabellen berechnen, mit welcher Drehzahl die Unterschiedlichen Werkzeuge zerspanen. "Auch aus so einem Grund ist es wichtig, Absprachen zu treffen, damit am Ende nicht Missverständnisse zwischen Schülern und ihren Betrieben entstehen", wusste Schulleiter Rolf Korittke. Das sah auch Matthias Schroth so. " Die Lehrlinge müssen ja auch mal einen Aufsatz über ihren Betrieb schreiben. Daher ist es wichtig, dass die Lehrer wissen, wie wir hier fertigten und es nicht am Ende als falsch angestrichen wird, wenn da steht, wir fertigen alles mit einer Drehzahl", sagte er.
Neben dem Austausch stand außerdem ein Rundgang auf dem Programm, bei dem unter anderem weitere Fragen geklärt, die Lehrwertstatt besichtigt und mit anderen Mitarbeitern von Klumpp das Gespräch gesucht werden konnte.
Text: Theresa Wahl

hs